Farb- und Formspiele der kristallinen Natur

FASZINATION
mikrokosmos
Stefan Dittmann
(Mikrofotografie)
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Zu den faszinierendsten Gebilden
der unbelebten Natur gehören die Kristalle. Wir alle kennen die farbenprächtigen
Mineralien, die Sammler aus aller Welt begeistern.
Als
schwer lösliche Salze oder Oxide bauen sie viele Gesteine der Erdkruste auf.
Kristalle entstehen durch langsames Abkühlen bei Schmelzvorgängen oder auch
Verdunstung von Lösungen. Dabei beginnen sie mit einem Kristallisationskeim und
wachsen, je nach Stoff und Bedingungen, mit unterschiedlicher Geschwindigkeit zu
verschiedenen Formen heran.
Ein
Kristall ist ein Naturkörper, begrenzt von ebenen Flächen, die in bestimmten
Winkeln zueinander stehen. Ursache ist eine gesetzmäßige Anordnung der Moleküle
(Bausteine). Es gibt Kristalle, die sich aus Metallatomen, Stärke, Eiweiß,
Zellulosemolekülen zusammensetzen, ja sogar aus Viren.
Mit
Hilfe des polarisierten Lichtes kann man Kristalle zum Leuchten bringen. Wie Sie
hier sehen, in den prächtigsten Farben.
Für
die Forschung sind kristalline Vorgänge von großer Bedeutung. Durch die
wissenschaftlich-mikroskopische Untersuchung kann man beispielsweise über die
Zusammensetzung und Entstehung der Gesteine Erkenntnisse gewinnen. Dies ist nur
ein Aspekt der Forschung und ich möchte auch nicht weiter darauf eingehen.
Für
mich liegt der Hauptaspekt meiner Arbeiten auf der ästhetischen Ebene. Mein
Bestreben ist es, durch das Mischen verschiedenster Ingredienzien in unterschiedlichen
Lösungen einen bestimmten künstlerischen Effekt zu erzielen. Durch behutsame
Misch- und Kristallisierverfahren werden ganz unterschiedliche Farb- und
Formstrukturen erschaffen. Impressionistische Farbflächen, geometrisch exakte Körper
und botanische Ornamente sind für den Betrachter besonders reizvoll.
Ich
möchte Sie anregen; lassen Sie ihre Phantasie auf eine imaginäre Reise gehen.
Denken Sie sich eigene Interpretationen zu den Bildern aus.
Alle
Aufnahmen entstanden an einem eigens für diesen Zweck umgebauten Lichtmikroskop.
Um die unterschiedlichen Strukturen plastischer erscheinen zu lassen, wurden
Eingriffe in den Strahlengang des Mikroskops vorgenommen. Die meisten Bilder
wurden 110 - 200 fach vergrößert. Durch die Nachvergrößerung der Fotoabzüge werden bis zu 1600 fache Vergrößerungen
erzielt.
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